Das Anschreiben

Sorgen Sie dafür, dass der Personaler bei Ihrem Anschreiben bereits neugierig auf Sie wird! Wenn ein Unternehmen neue Mitarbeiter sucht, werden die Personalverantwortlichen meistens mit einer großen Zahl von Bewerbungen konfrontiert. Selbst nachdem unpassende Bewerber herausgefiltert worden sind, bleiben eine Menge Kandidaten mit ähnlicher Ausbildung und vergleichbarem Werdegang übrig. Der Teufel steckt im Detail: Wie soll der Personaler den Kandidaten ermitteln, der am besten passt? Hier sind Sie als Bewerber gefragt: Sie müssen sich bestmöglich verkaufen und den Nutzen, den Sie Ihrem potenziellen Arbeitgeber bringen, präzise benennen.

Nutzen Sie das Anschreiben als Plattform für eine überzeugende individuelle Vorstellung Ihrer Person und Ihres Könnens. Teilen Sie mit, was Sie von Mitbewerbern mit vergleichbarer Qualifikation unterscheidet und wo Ihre persönlichen Stärken liegen. Heben Sie sich von Bewerbern ab, die unreflektiert Musterformulierungen verwenden.
Es bleibt dennoch zu erwähnen, dass das Anschreiben zwar wichtig ist, aber der Lebenslauf wird oftmals zuerst gelesen. Alle wichtigen Informationen sollen daher unbedingt im Lebenslauf zu finden sein und nicht nur im Anschreiben.

Die Gliederung Ihres Anschreibens ist recht einfach. Zunächst füllen Sie das Adressfeld, wenn möglich mit konkretem Ansprechpartner. Danach folgt die Betreffzeile mit der Stellenbeschreibung und Erscheinungsort der Stellenanzeige. Steht in der Stellenanzeige bereits der Ansprechpartner mit Telefonnummer, kann es von Vorteil sein, telefonisch bereits den Kontakt herzustellen.
Auf diese Weise haben Sie bereits einen guten ersten Satz: Beziehen Sie sich auf das Telefonat. Ungern wird die Standardformulierung „Hiermit bewerbe ich mich…“ gesehen.
Ihren zukünftigen Arbeitgeber wird interessieren, warum ausgerechnet Sie der geeignete Bewerber für die offene Position sind. Beschreiben Sie kurz und präzise Ihre Vorzüge. Wenn Sie sich nicht auf eine bestimmte Stelle bewerben, die Ihrer jetzigen ähnelt, stellen Sie Verbindungen zwischen Ihren bisherigen Tätigkeiten und dem Anforderungsprofil her.
Den Schluss des Anschreibens sollte ein Angebot für ein baldiges, persönliches Gespräch bilden. So können Sie gegebenenfalls telefonisch nachfassen.

Im Folgenden wird kurz skizziert, worauf es wirklich ankommt:

  • Viele Rechtschreibfehler und schlechte Formulierungen sind oftmals „KO-Kriterien“. Vermeiden Sie dies, indem Sie beispielsweise einen Zweitkorrektor hinzu ziehen.
  • Zu viele Konjunktive vermitteln einen unsicheren Eindruck und sollten deshalb vermieden werden. Schreiben Sie „auf ein persönliches Gespräch freue ich mich“ und nicht „ über ein persönliches Gespräch würde ich mich freuen“.
  • Untermauern Sie Ihre Angaben mit Fakten, z.B. nachweisbaren beruflichen Erfolgen. Nennen Sie statt gängiger Standardformulierungen wie „Organisationstalent, engagiert, belastbar“ lieber Beispiele, die dies belegen. Zum Beispiel: „Ich habe erfolgreich internationale Projekte geleitet, in denen die Vorstellungen unterschiedlicher Unternehmensgruppen zu einem gemeinsamen Ziel vereinbart werden mussten.“ Oder: „Mein Organisationstalent habe ich bei der jährlichen Ausrichtung des Kundenevents XY bewiesen, bei dem ich für den Ablauf der Abendveranstaltung für 500 Gäste verantwortlich war.“
  • Teilen Sie uns Ihre Wechselgründe mit. Was hat Sie motiviert in ein anderes Unternehmen zu wechseln?
  • Informieren Sie sich vorab gut über das Unternehmen. Warum möchten Sie in diesem Unternehmen arbeiten? Mit diesen Fakten können Sie im Anschreiben trumpfen. Wenn Sie sich erkundigen, an wen Sie Ihre Unterlagen am besten schicken, können Sie diesen Kontakt bereits für eine erste kurze Vorstellung nutzen und einige Fragen klären, die Sie zu dem Unternehmen haben. So zeigen Sie nicht nur Interesse, sondern haben auch einen optimalen Einstieg für Ihr Bewerbungsschreiben, in dem Sie sich auf das Telefonat oder die erfragten Fakten beziehen können.


Vermeidbare Fehler

Denken Sie daran, dass die Personalertäglich etliche Bewerbungen lesen. Es muss also sofort erkennbar sein, welcher Bewerber wirklichen Mehrwert bringt! Deshalb sollten Sie die folgenden Fehler vermeiden:

  • Keine Blindbewerbungen verschicken, sondern den richtigen Ansprechpartner ermitteln und in der Anrede persönlich ansprechen.
  • Nicht lediglich noch mal die Angaben des Lebenslaufs wiedergeben.
  • Unkonkrete Angaben vermeiden, sondern stattdessen deutlich machen, was Sie genau wollen und wo Ihre Stärken liegen.
  • Keine standardisierten, womöglich abgeschriebenen Formulierungen ohne wirklichen Aussagewert verwenden, sondern individuell formulieren.
  • Keine Rechtschreibfehler.

 

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